Wie so vieles hat auch die Feuerwehr-Eiterhagen ihre lange Tradition. Man geht davon aus, dass schon vor dem Jahre 1880 ein Brandschutz in irgendwelcher Form betrieben wurde. Soweit sich feststellen ließ, gab es auch schon im Jahre 1895 eine Feuerwehr in Eiterhagen. Es existierte damals eine Handdruckspritze welche mit Löschwasser gefüllt werden musste. Sie wurde mit Pferden zur Brandsteile gezogen. Um die Handdruckspritze zu Bedienen waren 12 Wehrmänner erforderlich. Wehrmänner wurden vom Gemeindevorstand dienstverpflichtet. Feuerwehrpflichtig war jeder männliche Einwohner vom 18. bis zum 45. Lebensjahr. Gegebenenfalls konnte man dieses bis zum 60. Lebensjahr ausdehnen. Bei den allgemeinen Übungen wurde auch regelmäßig exerziert, nach altem preußischem   Stil. Große Schadensereignisse entstanden im Jahr 1897 als ein Brand im Hause-Kördel (heute Landwirt Nadler) ausbrach und das Gebäude sowie das Nachbargebäude in Schutt und   Asche legte. Im Jahr 1911 (um Ostern) entstand, durch einen Blitzschlag, ein genauso verehrender Schaden im Hause-Bock (heute Sondermann). Nur diesmal Brannten gleich 4 Häuser bis auf die Grundmauern nieder. Diese wurden aber anschließend wieder an  derselben Stelle errichtet. Und im Jahre 1929 brannte das Sägewerk-Hörich völlig nieder. Bei den damaligen Feuerwehren gab es, genau wie heute, schon die sogenannte Nachbarschaftshilfe. Bei allen großen Bränden wurde die Wehr von Wattenbach mit eingesetzt. Der Transport der Handdruckspritze wurde, durch festgelegten Spanndienst, von den ansässigen Landwirten wechselweise vorgenommen. Die oben erwähnte Handdruckspritze wies noch eine Besonderheit auf: Sie hatte Holzachsen. Während des letzten Krieges stand sie in einer Remise im Schloss Spangenberg. Hier wurde sie von Eiterhagener Wehrmännern abgeholt und dem Landesmuseum in Kassel übergeben. Heute ist die Spritze bei der Berufsfeuerwehr-Kassel zu besichtigen. Sie ist restauriert und  wird gelegentlich bei Festzügen der Öffentlichkeit präsentiert. Im Jahre 1936 wurde die alte Handdruckspritze durch eine neue Tragkraftspritze ersetzt. Dieses war ein ungeheurer Fortschritt, da man nicht mehr 12 Wehrleute benötigte. Zu diesem Zeitpunkt schlug auch die Gründungsstunde der “Freiwilligen Feuerwehr Eiterhagen”. Aus dieser wurde dann geraume Zeit später die sogenannte Feuerlöschpolizei. Herr Lange blieb bis zu seiner Einberufung zum Kriegsdienst Leiter der Wehr. Nach Kriegsende löste ihn Herr Johannes Bauer ab. Im Jahre 1947 wurde Herr Louis Hesse Ortsbrandmeister. Rückläufige Übungsbeteiligung, sowie auch der vorrausschauende Blick in Bezug auf Sicherstellung des Brandschutzes, veranlassten Bürgermeister Lange, verstärkt junge Leute für die Feuerwehr zu gewinnen. In einer Bürgerversammlung, an welcher auch der ehemalige Kreisbrandinspektor,                  Herr Reinhard Feuring, teilnahm, erklärten eine Reihe junger Männer ihre Bereitschaft zum Feuerwehrdienst. Die Wehr wurde in 2 Löschgruppen aufgeteilt, um die Ausbildung zu intensivieren.  Brandmeister Hesse führte derzeit auch den Vereinsvorsitz. Diesen trat er im Jahre 1956 an Herrn Horst Bauer ab. Im Jahre 1962 wurde die erste Tragkraftspritze durch eine neue, modernere ersetzt. Diese  war, ebenso wie die alte, auch in einem Anhänger untergebracht. Zum Transport war ein Zugfahrzeug erforderlich. Beim Großbrand der Mühle Krug im Jahre 1964 stellte sich heraus, dass auch die alten Leinenschläuche ausgemustert werden mussten. Diese Leinenschläuche wurden umgehend durch gummierte Schläuche ersetzt. Bei der Hochwasserkatastrophe im Juli 1969 hatte die Wehr wohl einen ihrer größten  Einsätze. Unzählige Keller und tiefliegende Gebäudeteile mussten von Wasser- und Schlammmassen befreit werden. Von Straßen und Hofflächen mussten Unmengen von    Geröll entfernt werden. Hit Hilfe der Wehren des  Altkreises Kassel und zur Verfügung gestellten Räumgeräten von Privatfirmen konnten diese großen Arbeiten bewältigt werden. Im Jahre 1970 wurde durch Landesmittel und Gemeindeanteil ein Tragkraftspritzenfahrzeug angeschafft. Ein neues Gerätehaus wurde gebaut und die Wehrmänner erhielten neue Tuchuniformen sowie persönliche Ausrüstungsgegenstände. Im Dezember 1970 erfolgte der Zusammenschluss der Orte Eiterhagen, Wattenbach und Wellerode zur Gemeinde Söhrewald. Die einzelnen Feuerwehren blieben zunächst eigenständig. In der Folgezeit wurde man sich jedoch einig, einen gemeinsamen Ortsbrandmeister zu wählen. Im Juni 1971 wurde dieses Amt dem Ortsbrandmeister von Eiterhagen, Heinz Wenzel, übertragen.